Archiv für Mai 2008

Bastian Roos

Donnerstag, 29. Mai 2008

Ich heiße Bastian Roos, studiere Jura und bin im vergangenen Semester an die JLU in Gießen gewechselt. Mein Jurastudium habe ich an der Uni Hamburg begonnen. Ich war früher im religiösen Kontext, in einem Hospiz und in der Schülervertretung engagiert. Zur Zeit bin ich nur politisch aktiv. In meiner Freizeit lese ich viel, reise gerne, treffe gerne Freunde, mache gerne Unternehmungen mit meinen kleinen Brüdern und Cousinen, gehe ins Theater, klettere, wandere und tanze gerne Tango.

Glück heißt, bei sich selbst anzukommen, ohne zu erschrecken! (W. Benjamin)

Malte Wohlfahrt

Montag, 19. Mai 2008

Ich bin Malte Wohlfahrt, 25 Jahre, komme aus Kiel und promoviere in Chemie. In der sdw bin ich seit mittlerweile fünf Jahren (ich gehöre sozusagen zu der ersten Generation von Stipendiaten in der Regionalgruppe), ein Jahr davon habe ich in Vancouver (Kanada) verbracht. Die Treffen in der Regionalgruppe finde ich auch nach all der Zeit immer noch spannend - es kommen immer wieder neue Leute dazu und weil eigentlich fast alle etwas anderes studiert haben, sind wir glücklicherweise weit davon entfernt ein reiner BWLer-Club zu sein …

Jürgen Sturm

Montag, 19. Mai 2008

Ich gehöre zu den Exoten in der sdw, wenngleich es mehr Exoten gibt, als man vorschnell meinen mag!
Aber als Dipl.-Ing. (FH) für Weinbau und Oenologie und Dipl. Oenologe habe ich in der mehr als 10 jährigen sdw-Geschichte tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal! Fast meine gesamte Studienzeit wurde ich von der sdw gefördert und bin nun seit Oktober 2005, nach erneuter Bewerbung, auch als Promotionsstipendiat bei der sdw dabei. Mein erstes Studium habe ich an der FH Wiesbaden gemacht und war auch dort einige Jahre in der Regionalgruppe. Eine wirklich tolle Zeit, die als Höhepunkte drei von der Gruppe organisierte Seminarveranstaltungen hatte. Aber auch alle anderen sdw-Seminare, welche ich bisher besuchte, waren ein Erlebnis, weiterbildend und immer mit viel fun. Zur Promotion bin ich nun hier in der Gießen-Marburger Gruppe, welche zwar kleiner aber mit eben so viel Spaß bei der Sache ist. Ich habe von der sdw stark profitiert und bin mir sicher, dass sich dies auch noch bis zum Abschluss meiner Doktorarbeit fortsetzen wird!

Ansgar Dorenkamp

Montag, 19. Mai 2008

Geboren bin ich am 3.1.1979 in Rheine, aufgewachsen aber als Fast-Ostfriese in Oldenburg. Nach dem Abitur hat es mich dann zum Studium der Agrarwissenschaften nach Gießen verschlagen. Da mir dieses Fach jedoch doch nicht so gut gefiel, habe ich nach einem Semester zum Fach Geographie gewechselt und im November 2004 mein Diplomabschluss gemacht. Beworben bei der SDW habe ich mich erst nach Beendigung des Studiums und bin seit Mai 2005 Promotionsstipendiat der SDW. Meine Doktorarbeit schreibe ich im Fach Wirtschaftsgeographie und beschäftige mich in diesem Zusammenhang mit räumlichen Clusterungsprozessen der TV-Branche in Mainz

Susanne Klink

Montag, 19. Mai 2008

Ich bin 1981 geboren, studiere den Master International Development Studies und bis seit 2006 in der Stiftung. Bei dem Vorauswahlgespräch und beim Assessment Center in Berlin war ich schon sehr nervös, aber eigentlich war es gar nicht so schlimm. Ich musste einen Aufsatz über Deutschpflicht auf Schulhöfen schreiben, eine Präsentation zum Thema Mohammed-Karikaturen vorbereiten, in einer Gruppenarbeit versuchen, die anderen Teilnehmer von meinem Entwicklungsprojekt zu überzeugen und zuletzt wurde in einem Gespräch meine Motivation abgefragt, wobei ich auch meinen Lebenslauf und meine beruflichen Ziele begründen sollte. Das Feedbackgespräch am Ende hat mir sehr viel gebracht, auch wenn ich danach überzeugt war, nicht genommen worden zu sein, denn es wurden sowohl positive als auch negative Kritikpunkte genannt.
Die sdw gefällt mir, weil sie so interdisziplinär ist, ehrenamtliches Engagement eine wichtige Rolle spielt und man immer Gesprächspartner findet (in der Regionalgruppe und auf den bundesweit angebotenen Seminaren zu verschiedensten Themen), die über den Tellerrand hinausschauen und sich auch jenseits ihres Fachbereiches mit gesellschaftlichen Fragestellungen beschäftigen wollen.

Unser Schulprojekt

Montag, 19. Mai 2008

Im Sommer 2006 haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, um Schülern zu helfen, die kurz vor dem Schulabschluss stehen. Wir richten uns dabei vornehmlich an Schüler von Haupt- oder Realschule in den letzten zwei Jahrgängen. Nicht jeder Schüler, der über einen Haupt- oder Realschulabschluss verfügt, weiß, wie man ansprechende und korrekte Bewerbungsschreiben aufsetzt, wie man sich bei Vorstellungsgesprächen verhalten soll oder welches Auftreten und Verhalten in vergleichbaren Situationen erwünscht bzw. unerwünscht ist. An diesem Punkt möchten wir gerne unterstützend und helfend zur Seite stehen.

Mittlerweile haben wir schon mit drei Klassen ein Bewerbungstraining durchgeführt. Wir haben Vorstellungsgespräche simuliert, den Schülern Tipps bezüglich ihrer Bewerbungsunterlagen gegeben, mit ihnen geübt, sich selbst zu präsentieren und ihnen am Ende ein ausführliches Feedback gegeben.

Sowohl den Schülern und der Schule als auch uns Stipendiaten haben die Bewerbungstrainings sehr gut gefallen, sodass wir diese auch in Zukunft durchführen möchten.

Erfahrungsbericht “Zentrales Auswahlverfahren der sdw”

Montag, 19. Mai 2008

Der Einladung zum zentralen Auswahlverfahren der SDW in Berlin war meine schriftliche Bewerbung um ein Promotionsstipendium vorausgegangen. Diese Bewerbung musste ich als Promotionsstudent nicht, wie sonst bei Studierenden, die in die Grundförderung der SDW übernommen werden wollen üblich, an unseren Vertrauensdozenten richten, sondern reichte sie direkt in Berlin bei der Zentrale der SDW ein. Als ich dann einige Wochen später die schriftliche Nachricht bekam, dass ich in Berlin beim zentralen Auswahlverfahren dabei sein würde, habe ich mich erstmal sehr gefreut, gleichzeitig allerdings wusste ich nicht, was mich dort genau erwarten würde, so dass etwas Nervosität hinzukam.

Das Auswahlverfahren begann für mich an einem Montag Nachmittag. Die Anreise per Zug verlief problemlos und im Zug traf ich einen weiteren Bewerber, mit dem ich mich schon vorher in Verbindung gesetzt hatte – er kam aus Frankfurt (bei der Einladung zum zentralen Auswahlverfahren lag eine Liste mit Adressen der Bewerber, die in meiner Gruppe waren, insgesamt ca. 35, bei). In Löwenberg (bei Berlin) angekommen stellte ich fest, dass ich zur allerersten Gruppe der Bewerber gehörte, die bei diesem Auswahlverfahren genauer unter die Lupe genommen wurden. Schnell bezog ich mein Zimmer, das ich mir mit einem aus Berlin kommenden Bewerber teilte. Da noch etwas Zeit bis zum ersten Treffpunkt blieb, schlenderten wir gemeinsam ein wenig über das Gut Löwenberg, trafen weitere Bewerber und fanden uns dann gegen 16.30 Uhr zum Empfang in einen recht großen Saal ein. Nach einer kurzen Einführung ging dann das Auswahlverfahren richtig los, wir sollten auf einem linierten DIN A4-Blatt einen Aufsatz zum Thema „Freiheit oder Gleichheit“ schreiben, durften dafür aber nicht mehr schreiben als die Linien auf dem Blatt ermöglichten. Dafür hatten wir knapp eine Stunde Zeit. Anschließend wurden wir in Vierergruppen eingeteilt und in einen separaten Raum geführt, in dem uns unsere „Gutachter“ bereits erwarteten. Wir mussten ihnen gegenüber an einem Tisch Platz nehmen und bekamen dann die Aufgabe uns vorzustellen, dass wir an einer Schule das Redaktionsteam einer Schülerzeitung bilden und zum Thema „Einstein-Jahr“ etwas schreiben sollten. Jeder sollte sich ein Thema überlegen und versuchen, sein Thema gegenüber den anderen in gewisser Weise durchzusetzen. Dass nachher natürlich vieles auf einen Konsens hinauslief und keiner sein eigenes Thema durchgeboxt hat, war selbstverständlich.

Anschließend gab es dann ein reichhaltiges Abendessen und genügend Gelegenheit, sich in informellem Rahmen mit den Bewerbern und auch den Gutachtern zu unterhalten.

Am nächsten morgen wurde uns um 7.55 Uhr aufgetragen, zum Thema „Reformation des Rentensystems“ eine 5-minütige Präsentation auszuarbeiten. Hierfür waren ca. drei Stunden vorgesehen und es gab genügend Materialien, um sich einzuarbeiten. Zwischendurch hatte ich noch ein 45-minütiges Gespräch mit den Gutachtern. Die Präsentation selbst dauerte bei mir etwas über 4 Minuten, daran schloss sich noch eine Diskussion mit den Gutachtern über das Thema an. Als gegen Mittag alles vorbei war, war ich erstmal ziemlich platt.

Fazit: Insgesamt habe ich das Auswahlverfahren als eine große Herausforderung empfunden. Mit den vier zu erledigenden Aufgaben wird das Ziel verfolgt, Stärken und Schwächen der Bewerber herauszuarbeiten. Während der Bearbeitung der Aufgaben wird einem selbst schon ganz gut klar, an welchen Punkten man Probleme mit den Aufgaben hat und an welchen Stellen diese Probleme nicht auftreten. Sehr positiv hervorzuheben ist, dass sich an die vier Aufgaben ein persönliches Feedback-Gespräch anschließt, in dem man über seien Stärken und Schwächen aufgeklärt wird und selbst Stellung zu seiner Leistung beziehen kann. Hier wird mit Kritik, aber auch mit Lob, nicht gespart, so dass jeder Bewerber sicherlich wichtige Erkenntnisse mit nach Hause nehmen konnte. Ich möchte nicht verheimlichen, dass ich es so empfunden habe, als dass bei mir die Kritik deutlich überwogen hätte. Dementsprechend rechnete ich auch nicht mehr wirklich damit, als Stipendiat in die Promotionsförderung der SDW aufgenommen zu werden. Dass dies dann doch geschah, hat mich dann sehr überrascht und zugleich auch sehr gefreut! Mittlerweile bin ich seit ca. einem halben Jahr Stipendiat der SDW. Neben dem finanziellen Aspekt (ohne die Förderung durch die SDW könnte ich mein Promotionsvorhaben wohl nicht verwirklichen) ist besonders die ideelle Förderung von großem Vorteil. Die SDW bietet sehr viele Seminare an, in denen beispielsweise soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit geschult werden. Dabei ist von besonderer Wichtigkeit, dass die Stipendiaten zu einem verantwortungsvollen Umgang mit sich und ihrer Umwelt angeregt werden. Die SDW ist nicht an parteipolitische oder konfessionelle Vorgaben gebunden. Sie fördert ca. 1000 Stipendiaten, so dass sich auf den vielfältigen Seminaren die Möglichkeit bietet, sehr viele neue und interessante Menschen mit den unterschiedlichsten Biographien kennen zu lernen. Dabei kommen verschiedene Fachrichtungen zusammen, so dass sich vielfältige Möglichkeiten der Vernetzung und des Austauschs bieten. Dies ist auch innerhalb der Regionalgruppen sehr gut möglich. Jeder Stipendiat ist an seinem Hochschulstandort einer Stipendiatengruppe zugeordnet, die sich regelmäßig trifft. Hier bietet sich die Möglichkeit, gemeinsam Veranstaltungen zu organisieren oder sich auch einfach informell zu treffen. Insofern kann ich sagen, dass ich uneingeschränkt von den Angeboten durch die SDW profitiere und jedem, der sich hiervon angesprochen fühlt, wärmstens empfehlen kann, sich bei der SDW um eine Förderung zu bewerben.